Das Hochzeitsaccessoire mit Geschichte: das Ringkissen

(März 2016) Vorsichtig schreiten sie auf den Traualtar zu. Bedächtig setzen sie einen Fuß vor den anderen. Und in ihren kleinen Händen halten sie ein kostbares Gut, das sie vorsichtig in Händen halten als wäre es zerbrechlich wie ein Glas oder eine Vase. Welch wunderbare Tradition, Kinder in das Hochzeitsgeschehen einzubetten! Denn sie bringen das, was das Brautpaar auch sichtbar für jedermann zu Mann und Frau macht – die Eheringe. Ebenso vorsichtig gebettet wie sie auch herangebracht werden, wurden die Ringe der Liebe auf einem Ringkissen. Altmodisch? Von wegen! Gerade dieser Brauch hält sich hartnäckig seit Jahrhunderten und kommt nach wie vor modisch up-to-date und in allerlei Varianten vor.

Buchstäblich jahrhundertealt ist die Tradition der Ringkissen, die im alten Ägypten erstmals beobachtet wurde. Juwelen auf mit Ornamenten verzierten Kissen wurden bei ägyptischen Hochzeiten gereicht. Im Römischen Reich wurden Edelsteine auf Seidenkissen gebettet und in Europa benötigte man die für die Trauungszeremonie so bedeutenden Symbole der Liebe – die Hochzeitsringe. Quasi als Kombination aus ägyptischer und römischer Tradition sowie europäischer Notwendigkeit heraus entstand das heute allen bekannte Ringkissen.

Das Ringkissen wird Teil der Einzugszeremonie

Die eingangs skizzierte Szene – bei der ein Kind das Ringkissen zum Altar bringt – findet häufig direkt bei der Einzugszeremonie statt. Dann schreitet das Kind direkt vor dem Brautpaar zum Altar. Gibt es mehrere Kinder, die alle eine Aufgabe im Rahmen der feierlichen Vermählung übernehmen wollen, gilt es neben den Ringen auch noch die Hochzeitskerze zum Altar zu bringen oder nach der Zeremonie Blumen zu streuen.

Das Ringkissen gibt’s auch in modischen Designs

Einst war das Ringkissen klassisch weiß. Heute gilt es, das Ringkissen zum Stil der Hochzeit passend auszuwählen – oder auch passend zur Krawatte des Mannes, falls dies gewünscht ist. LoLiMa hat ein klassisch weißes Ringkissen im Sortiment. Daneben gibt es Ringkissen in den Farben champagner, creme und taupe sowie im angesagten Vintage-Stil.

Die Alternative wäre übrigens ein Ringtablett, worauf die Ringe gelegt werden. Doch die meisten halten diese doch recht unterkühlte Variante für wenig angemessen in Anbetracht des romantischen Anlasses. Übrigens gibt es mittlerweile auch eine Alternative zum von Kindern getragenen Ringen – und damit ist nun nicht die Möglichkeit gemeint, die Eheringe schlicht in der Hosentasche zu verstauen, sondern der tierische Botengang. Richtig gelesen! Es gibt mittlerweile bereits Ringkissen, die Hunde spielend leicht zum Altar bringen können – so bekommt der Vierbeiner auch eine Rolle am Hochzeitstag.

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