Keine Reiskörner nach dem Ja-Wort

(März 2016) Das frischvermählte Brautpaar verlässt die Kirche und schon fliegen Reiskörner über die Köpfe hinweg, die von den Gästen in die Luft geworfen werden. Dieses Bild haben viele vor Augen, die an eine traditionelle Hochzeit denken, doch mittlerweile sind die fliegenden Reiskörner rar geworden. Welcher Brauch damit verschwindet und welche Alternativen es für eine romantische Stimmung nach dem Ja-Wort gibt, erklärt LoLiMa in diesem Beitrag.

Die Tradition hinter den Reiskörnern

Der Reis ist Zeichen der Fruchtbarkeit, ergo: Wer Reis über die Häupter der Frischvermählten wirft, wünscht dem Jubelpaar viel Glück und vor allem eine fruchtbare Ehe. Übrigens: Das Werfen von Reis ist bereits eine reduzierte Form, wurden doch Aufzeichnungen zufolge früher noch ganz unterschiedliche Körner geworfen, die Wohlstand, Glück und Fruchtbarkeit in die Zweisamkeit bringen sollte.

Die Abkehr von den Reiskörnern nach dem Ja-Wort hat diverse Gründe

Fliegende Reiskörner über den Köpfen von Braut und Bräutigam gibt es heute nur noch selten. Als Verschwendung von wertvoller Nahrung wird das Werfen mit Lebensmitteln angesehen. Andere Gründe, die zur Abkehr des weiß-körnigen Regens führten sind: Vor manchen Kirchen ist das Werfen von Reis mittlerweile sogar verboten – oder das Paar muss für die Reinigung des Kircheneingangs entsprechend aufkommen. Kurz um: Reis adé – doch was gibt’s für Alternativen?

  • Von Leichtigkeit gezeichnet sind die sogenannten Wedding Bubbles, die nicht nur vor der Kirche, sondern auch an der Hochzeitslocation selbst in die Luft steigen können – ohne dass im Anschluss daran ein Reinigungstrupp antreten muss.
  • Auch können nicht nur in der Kirche und auf dem Weg zum Altar, sondern auch vor der Kirche Rosenblätter in die Luft geworfen werden, die ohnehin viel angenehmer auf Haut und Haaren landen als die einst so beliebten Reiskörner.
  • Darüber hinaus dürfen Faschings- und Karnevals-Utensilien wie etwa Luftschlangen, Konfetti und andere quietschbunte Dekoartikel in jedem Fall auch vor der Kirche genutzt werden, um Partystimmung zu verbreiten, wenn das zum Gesamtkonzept der Hochzeit passt.

Die Do-it-yourself-Variante nach dem Ja-Wort

Wer’s individueller oder persönlicher mag, der wagt sich an eine Do-it-yourself-Variante, die zum Beispiel aus selbst ausgeschnittenen Herzchen bestehen könnte oder aus guten Wünschen, die von den Hochzeitsgästen mitgebracht und an Luftballons gebunden werden. Ein Meer aus Luftballonen, die in der Romantik-Variante auch in roter Herzform in die Luft steigen könnten, wird für die Frischvermählten sicherlich zur schönen Erinnerung.

Bildquelle: pixabay.com © Herm (CC0 Public Domain)

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