Was tun mit der Einwegkamera? Der Schnappschuss-Guide

(März 2016) Wer in Anbetracht der sich eigentlich ausschließenden Worte Schnappschuss und Guide nun kurz gestutzt hat, dem sei gesagt: Wenn Sie zur Einwegkamera auf der Hochzeitstafel greifen, dann tun Sie das in erster Linie, um Erinnerungen an den schönsten Tag im Leben des Hochzeitspaares zu schaffen. Doch mal ehrlich, je schöner diese Erinnerungen werden, desto mehr Freude wird das Paar auch daran haben. Deswegen hat LoLiMa diesen kleinen Schnappschuss-Guide zusammengestellt.

  • Eine Einwegkamera ist keine Digitalkamera

… und das heißt: Knipsen Sie nicht wie wild darauf los, denn Einwegkameras haben nur ein begrenztes Foto-Volumen. Diese weiße Kamera mit silbernen Herzen beispielsweise beinhaltet einen Film mit 27 Bildern. Wäre doch schade, wenn die Aufnahmen, die damit entstünden, nur als Daumenkino nützlich wären, weil eine Szene 20mal geknipst wurde.

  • Schnappschüsse können auch gestellt sein

An dieser Stelle sei der Blick einmal auf die Profis gerichtet: Fotografen, die Fotos für Magazine oder Zeitungen erstellen, legen sich nicht ewig lange Zeit auf die Lauer, um ein perfektes Foto zu schießen, das nicht gestellt wirkt, sondern sie stellen ein Bild, das nicht so wirkt. Tipp: Wenn Sie eine tolle Szene auf der Hochzeitsfeier entdecken, dann greifen Sie mutig zur Einwegkamera und steuern Sie die Szene an. Machen Sie kurz auf sich aufmerksam und drücken Sie ab – dann könnten Sie so viel Glück haben, dass der Protagonist auf dem Bild sogar in die Kamera blickt, ohne dass die Aufnahme gestellt wirkt.

  • Besser keine Essens-Fotos

Der Mund steht sperrangelweit auf, vielleicht tropft noch etwas von der Sauce auf Hemd oder Kleid und auch sonst ist meist wenig ansehnlich an Fotos, auf denen Menschen essen. Richtig schöne Erinnerungsfotos können Sie stattdessen mit einer Einwegkamera knipsen, wenn sich Paare zuprosten und miteinander anstoßen. Spielen die menschlichen Motive so mit, dass sie Ihnen als Fotograf zuprosten, wird das Bild umso schöner.

  • Menschen ins Bild

Was denken Sie, an was möchte sich das Hochzeitspaar nach dem großen Tag erinnern? An einen unübersichtlichen Menschenwust oder an die Personen, die wirklich bei der Feier dabei waren? Richtig! Natürlich geht es um die Menschen, die mitgefeiert haben. Deswegen sollten Sie die Gäste ablichten und auf Location-Bilder, die kein eindeutiges Motiv haben, verzichten. Bitten Sie die Gäste um ein Lächeln – und das Ehepaar wird beim Anblick der Bilder mitlächeln.

  • Specials im Bild festhalten

Ganz egal, ob es um die Rede des Brautvaters geht oder um die Aufführung der Kinder der Feier – achten Sie darauf, die Menschen im Bild festzuhalten, die sich über die Darbietung freuen. Die Darbietung selbst wird in aller Regel von zahlreichen Fotografen geknipst, nur die gespannten, erfreuten oder gerührten Gesichter der Gäste, die sollten Sie für die Ewigkeit bewahren.

Bildquelle: pixabay.com © artisticfilms (CC0 Public Domain)

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